Genusswaren

Topinamburschnaps – ein seltener Schnaps?

In vergangenen Zeiten war der Topinamburbrand ein gängiger und etablierter Schnaps – immerhin in ganz bestimmten Ackerbau-Regionen. In den letzten 1-2 Jahrzehnten wird der Topinamburschnaps jedoch leider nicht mehr so häufig kultiviert und zum Destillieren verwendet. Aber gerade sein einzigartiger, erdiger Geschmack und seine ihm nachgesagte "bekömmliche Wirkung bei Magenvölle und deftigem Essen" verleiht diesem Schnaps immer noch etwas außergewöhnliches unter den Destillaten.Die Knolle des Topinamburs dient als Ausgangsmaterial für diesen edlen Edelbrand. Sie kam vermutlich im 17. Jahrhundert aus dem südlichen Amerika und musste damals der Kartoffel weichen.

Das Aroma des Topinamburbrandes

Verwendet wurde sie oft zum verfüttern an Rösser (Pferde), was dem Edelbrand lokal auch die Bezeichnung "Rossler " verlieh. Während bei der Kartoffel der Zucker in Form von Stärke enthalten ist, ist es bei bei der Topinambur-Knolle das Inulin. Zum Brennen werden in erster Linie ältere, zuckerhaltige Sorten verwendet. Das Aroma des Topinamburbrandes ist erdig und voller Frucht, hat oft bitterlich süße Geschmacksnoten am Gaumen und gilt für den Magen als sehr verträglich. Topinamburschnaps wird in unterschiedlichen Arten produziert. Neben dem klaren Topinamburbrand wird er gerne auch mit Blutwurz vermischt und mit Honig zu einer feinen Spirituose abgerundet. Eine rare Variante ist die Lagerung im Holzfass (Topinamburschnaps im Fass ), was ihm nicht nur eine schöne bräunliche Färbung verleiht, sondern auch einen ganz hervorragenden Geschmack!